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Rat&Tat – Das sagt der Bildungsbericht Schweiz 2026 zur Berufsbildung

Der Bildungsbericht Schweiz zeigt, wie es um die Bildung in unserem Land steht. Was sagt die Ausgabe 2026 zur Berufsbildung? Im Gespräch mit Stefan C. Wolter. Er ist Bildungsökonom und Projektleiter des Bildungsberichts.

Bildungsbericht Schweiz 2026

Der Bildungsbericht Schweiz 2026 nimmt eine umfassende Standortbestimmung zum Schweizer Bildungssystem vor. Er wurde von der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) erstellt. Der Bericht zeigt: Die berufliche Grundbildung bleibt auf Sekundarstufe II das Rückgrat des Schweizer Bildungssystems und ist für das politische Ziel, dass 95 Prozent aller 25-Jährigen eine Lehre oder eine Mittelschule abgeschlossen haben, von entscheidender Bedeutung.
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Zentrale Aussagen zur Berufsbildung

Drei zentralen Aussagen aus dem Bildungsbericht (Originalzitate):

  • Lehrstellenmarkt: «Da seit dem Jahr 2023 wieder mehr Lernende die obligatorische Schule abschliessen, wird auch die Anzahl der Lehrstellensuchenden zunehmen. Dies wirft die Frage auf, wie die Unternehmen auf diese Trendwende reagieren werden: Betriebe, die bereits länger keine Lernende mehr ausgebildet haben, dürften zumindest kurzfristig nicht wieder damit beginnen. Es ist daher zu befürchten, dass sich die Lehrstellensituation aus Sicht der Lernenden in den nächsten Jahren zunehmend anspannen wird.»
  • Lehrvertragsauflösungen: «Bei der Eintrittskohorte 2018 wurden gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) 24% aller dualen EFZ-Lehrverträge vorzeitig aufgelöst, bei den EBA-Lehrverträgen waren es 26%. Die Anteile variieren dabei je nach Branche.» … «Eine vorzeitige Lehrvertragsauflösung bedeutet jedoch nicht in jedem Fall den Ausstieg aus der Berufsbildung. Nach einer Lehrvertragsauflösung treten fast 80% wieder in eine Berufslehre ein.»
  • Arbeitsmarktintegration: «Die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt den Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Grundbildung vergleichsweise gut. Insbesondere Jugendliche, die eine beruflichen Grundbildung mit relativ tiefen kognitiven Anforderungen absolvieren, profitieren: Ihr Arbeitslosigkeitsrisiko sinkt gegenüber Personen ohne nachobligatorischen Abschluss um 50%, während ihr Einkommen um rund 10% steigt.»

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